Routenplanung

 

Auf längeren Strecken ist es oftmals hilfreich, die Route im Vorfeld kurz am Computer zu planen. Dies gilt nicht nur für Elektroautos, sondern auch für herkömmliche Fahrzeuge. Bei letzteren kommt typischerweise Google Maps zum Einsatz. Falls die Route nur in der Schweiz oder im unmittelbar angrenzenden Ausland verläuft, bietet die Karte von search.ch eine Alternative zum omnipräsenten Google-Imperium.

 

Grundsätzlich können diese Routenplaner natürlich auch für Elektroautos verwendet werden. Beide haben allerdings den (gewichtigen) Nachteil, dass sie der Benutzerin nicht aufzeigen, ob die Reichweite ihres Elektroautos für die geplante Strecke ausreichend ist oder ob und wo unterwegs geladen werden muss.

 

A Better Routeplanner

Startseite des Better Routeplanners (Screenshot abetterrouteplanner.com)
Startseite des Better Routeplanners (Screenshot abetterrouteplanner.com)

Aus diesen Gründen empfiehlt ElektroautoCoach das Routenplanungs-Tool von www.abetterrouteplanner.com. Die Webseite bietet unserer Meinung die besten Features für eine Reiseplanung für das Elektroauto. Ursprünglich wurde die Webseite lediglich für Tesla Model S und X geschrieben, da Bo, der Betreiber der Webseite aus Schweden, selbst Teslafahrer ist und sich und der Community ein gutes Planungstool zur Verfügung stellen wollte.

 

Inzwischen hat Bo die Funktionalität jedoch kontinuierlich ausgebaut und so umfasst die Webseite aktuell (Stand April 2019) folgende Fahrzeugtypen:

  • Audi E-Tron
  • BMW i3
  • Chevrolet Bolt
  • Hyundai Ioniq
  • Hyundai Kona
  • Jaguar I-PACE
  • Kia Niro
  • Kia Soul
  • Nissan Leaf
  • Opel Ampera-e
  • Renault Zoe
  • Tesla Model 3
  • Tesla Model S
  • Tesla Model X
  • VW e-Golf 

Der Vollständigkeit halber sei in diesem Zusammenhang jedoch erwähnt, dass sich gerade die neueren Fahrzeuge noch auf dem Alpha bzw. Beta-Entwicklungsstand befinden. Die realistischen Verbrauchswerte, welche die Webseite jedem Fahrzeugtyp zu Grunde legt und auf denen die Streckenplanung beruht, konnten bei diesen neueren Modellen noch nicht so gründlich verifiziert werden, wie bei denjenigen Elektrofahrzeugen, die schon länger auf dem Markt sind. 

Was uns an A Better Routeplanner besonders gefällt

Eingabemaske für die Streckenplannung (Screenshot abetterrouteplanner.com)
Eingabemaske für die Streckenplannung (Screenshot abetterrouteplanner.com)

Einfache Bedienung, aber mit vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten

 

Nach Eingabe von Start und Ziel kann das Fahrzeugmodell ausgewählt werden. Zusätzlich können sowohl der Ladestand bei Abfahrt als auch der gewünschte Ladestand am Ziel eingestellt werden. 

 

Die Webseite schlägt einem daraufhin einen Normverbrauch für das jeweilige Fahrzeugmodell vor. Das kann so vom Benutzer übernommen werden. Fortgeschrittenen steht es offen, den Normverbrauch aufgrund der eigenen Erfahrungen und des persönlichen Fahrstils anzupassen.

 

Hält man sich immer exakt an die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten, kann "Reference Speed" auf 100% belassen werden.

 

Ebenfalls nützlich: Bei Reisen nach Deutschland, wo auf gewissen Strecken kein Tempolimit herrscht, kann man seine persönliche Höchstgeschwindigkeit hinterlegen.

 

 

 

 

Streckenplanung von Zürich (CH) nach Marseille (F) für ein Tesla Model S 100D (Screenshot abetterrouteplanner.com)
Streckenplanung von Zürich (CH) nach Marseille (F) für ein Tesla Model S 100D (Screenshot abetterrouteplanner.com)

Gute Übersicht über Teilstrecken und Ladepausen

 

Falls die Reichweite für die geplante Strecke nicht ausreicht, zeigt die Webseite an, an welcher Ladesäule wie lange geladen werden muss. So sieht der Elektroautofahrer, an welcher Ladesäule er voraussichtlich mit wieviel % Ladestand ankommt und wie lange dort pausieren muss. Die Webseite zeigt für jede Teilstrecke die Dauer und die Distanz an sowie die Gesamtdauer und km für die ganze Strecke.

 

Die von der Webseite vorgeschlagene Route kann zusätzlich vom Benutzer auch noch individuell angepasst werden, in dem er beispielsweise eine bestimmte Ladesäule deaktiviert, weil man dort nicht laden möchte. Plant man an einer anderen Ladesäule hingegen einen längeren Halt, weil man dort beispielsweise das Mittagessen einnehmen möchte, kann die Säule mit einer "langen Pause" markiert werden, und die Streckenplanung und Ladehalte werden entsprechend angepasst.

 

 

 

 

 

Möchte man an einer Ladesäule einen längeren Verpflegungshalt einschalten, lässt sich dies ganz einfach einstellen. (Screenshot abetterrouteplanner.com)
Möchte man an einer Ladesäule einen längeren Verpflegungshalt einschalten, lässt sich dies ganz einfach einstellen. (Screenshot abetterrouteplanner.com)

(Nur) relevante Ladestationen werden auf der Karte angezeigt

 

Ebenfalls nett ist die Funktion, dass auf der Karte nur jeweils die Ladestationen angezeigt werden, die für das jeweilige Fahrzeug auch relevant sind.

 

Bei einem Model S werden beispielsweise die Tesla-eigenen Supercharger Ladestationen angezeigt. Plant man die Strecke für einen Nissan Leaf, werden hingegen die CHAdeMO Anschlüsse angezeigt, die sich auf der Strecke befinden, während ein i3 Fahrer Ladesäulen mit CCS Anschlüssen sieht.

 

Beim Klick auf eine Ladestation werden die Anzahl Säulen, die maximale Ladeleistung sowie die Adresse angezeigt.